Schritt für Schritt zum Grundriss
- Legen Sie das Raumprogramm fest: Welche Räume brauchen Sie, in welcher Größe und mit welchem Bezug zueinander? Notieren Sie Wünsche und Zwänge, bevor Sie zeichnen.
- Ermitteln Sie den Rahmen: Grundstückszuschnitt, Himmelsrichtungen, Vorgaben des Bebauungsplans und die gewünschte Wohnfläche. Diese Randbedingungen begrenzen den Entwurf von Anfang an.
- Skizzieren Sie die Zonen: Ordnen Sie Tag-, Nacht-, Verkehrs- und Pufferbereiche grob an, bevor einzelne Räume ihre endgültige Form erhalten.
- Zeichnen Sie den Grundriss maßstäblich, üblicherweise 1:100. Tragen Sie Wände, Türen mit Aufschlagrichtung, Fenster und Treppen ein.
- Bemaßen Sie den Plan mit Maßketten und prüfen Sie Bewegungsflächen, Türaufschläge und Möblierung mit realen Maßen.
- Lassen Sie den Entwurf fachlich prüfen. Statik, tragende Wände und Genehmigungsfähigkeit gehören in fachkundige Hände, bevor gebaut wird.
Wege zum gezeichneten Grundriss
Es gibt mehrere Wege, einen Grundriss zu zeichnen. Kostenangaben sind nur eingetragen, wenn sie projektbezogen belegt sind – andernfalls bleiben sie zu ergänzen.
Wege zum gezeichneten Grundriss: Aufwand, typische Kosten, Eignung und Grenzen. Werte ohne Angabe sind noch zu ergänzen.| Weg | Aufwand | Typische Kosten | Eignung | Grenzen |
|---|
| Von Hand auf Millimeterpapier | Hoch, dafür freie Skizze ohne Software. | TODO: Wert eintragen | Erste Ideen, schnelles Ausprobieren von Aufteilungen. | Nicht maßstabssicher, keine automatische Bemaßung, kein Bauplan. |
| Kostenlose Online-Werkzeuge | Mittel, Einarbeitung in die Bedienung nötig. | TODO: Wert eintragen | Maßstäbliche Entwürfe und schnelle Varianten am Bildschirm. | Funktionsumfang begrenzt, Ergebnis meist kein genehmigungsfähiger Plan. |
| Kaufbare Planungssoftware | Höher, umfangreiche Funktionen erfordern Einarbeitung. | TODO: Wert eintragen | Detaillierte Entwürfe mit Bemaßung und dreidimensionaler Ansicht. | Ersetzt weder Statik noch geprüfte Ausführungsplanung. |
| Fertighaus-Konfigurator | Gering, geführte Auswahl statt freiem Zeichnen. | TODO: Wert eintragen | Anpassen bewährter Entwürfe im vorgegebenen Rahmen. | Gestaltungsfreiheit auf den angebotenen Rahmen begrenzt. |
| Architekt oder Bauzeichner | Für den Bauherrn gering, die Fachplanung übernimmt das Zeichnen. | TODO: Wert eintragen | Individuelle Entwürfe und genehmigungsfähige Ausführungsplanung. | Längere Planungsdauer und mehr Abstimmungen. |
Wer lieber am Bildschirm skizziert, kann direkt den hauseigenen Grundriss-Planer nutzen und Räume maßstäblich anordnen.
Bemaßter Grundriss
Ein Grundriss ist erst dann aussagekräftig, wenn er bemaßt ist. Maßketten geben die Abstände zwischen Bauteilen an, meist in Zentimetern. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Rohbaumaß und lichtem, tatsächlich nutzbarem Maß. Für die Möblierung zählt das lichte Maß. Prüfen Sie Engstellen wie Flurbreiten und Bewegungsflächen vor Türen, Sanitärobjekten und Schränken direkt am bemaßten Plan.
Vom eigenen Entwurf zum passenden Plan
Selbst zu zeichnen hilft, Wünsche zu ordnen und Aufteilungen auszuprobieren. Für den Bau zählt am Ende ein geprüfter Plan mit korrekter Statik und Genehmigungsfähigkeit. Wie Sie einen Plan sicher lesen, erklärt Grundriss lesen lernen; welche Fehler Sie beim Zeichnen vermeiden, fasst der Beitrag zu den Grundrissfehlern zusammen.