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Planungswissen

Der Grundriss im Dachgeschoss

Wie lesen Sie Dachschrägen und Drempel im Grundriss, wie zählt die Fläche unter der Schräge zur Wohnfläche, und welche Nutzung passt in die niedrigen Zonen? Diese Übersicht ordnet den Dachgeschoss-Grundriss ein.

Kurzantwort

Wie liest man einen Dachgeschoss-Grundriss?

Im Dachgeschoss-Grundriss markiert eine zusätzliche Linie parallel zur Außenwand den Beginn der Dachschräge; dahinter nimmt die lichte Höhe ab. Die Fläche mit voller Stehhöhe liegt im First, niedrige Randbereiche dienen als Stauraum. Wie stark die Flächen unter der Schräge zur Wohnfläche zählen, staffelt die Wohnflächenverordnung (WoFlV) nach der Raumhöhe.

Anrechnung von Dachschrägen

Anrechnung von Dachschrägen zur Wohnfläche nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV).
RaumhöheAnrechnung in ProzentHinweis
Über zwei Meter100 %Bereich mit voller Nutzbarkeit für den dauerhaften Aufenthalt.
Ein bis zwei Meter50 %Fläche unter der Schräge mit eingeschränkter Stehhöhe.
Unter einem Meter0 %Niedriger Randbereich, meist als Stauraum genutzt.

Nutzung im Dachgeschoss

Welche Nutzung in die Räume unter der Schräge passt, hängt vom Verlauf der Dachneigung und vom Drempel ab. Schlaf-, Kinder- und Arbeitszimmer kommen gut mit begrenzter Stehhöhe an den Traufseiten aus, weil sich niedrige Möbel wie Bett, Schreibtisch und Regale dort einordnen lassen. Ein Bad unter der Schräge nutzt die Randzone für Wanne oder Waschtisch, während die volle Höhe im First frei bleibt. Fest eingebauter Stauraum in der Drempelzone macht die niedrigsten Bereiche nutzbar, ohne wertvolle Fläche mit Stehhöhe zu belegen. Die zulässige Nutzung als Aufenthaltsraum sowie die dafür erforderlichen lichten Höhen regeln die Landesbauordnungen. Wie sich die anrechenbare Fläche insgesamt zusammensetzt, erklärt der Beitrag Wohnfläche berechnen; passende Entwürfe finden Sie in der Übersicht der Grundrisse.

Dachgeschoss-Grundriss: häufige Fragen

Kompakte Antworten zu Dachschrägen, Wohnfläche und Nutzung im Dachgeschoss.

Wie wird die Wohnfläche im Dachgeschoss berechnet?
Die Wohnfläche im Dachgeschoss richtet sich nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV). Grundflächen werden je nach lichter Raumhöhe unterschiedlich stark angerechnet, weil Dachschrägen die nutzbare Höhe verringern. Die genaue Anrechnung staffelt die WoFlV nach Höhenbereichen; maßgeblich ist die tatsächlich unter der Schräge gemessene lichte Höhe im fertigen Ausbauzustand.
Warum zählen Dachschrägen bei der Wohnfläche nicht voll?
Dachschrägen zählen nicht voll, weil unter der geneigten Decke die nutzbare Höhe abnimmt und niedrige Bereiche für den dauerhaften Aufenthalt nur eingeschränkt taugen. Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) staffelt die Anrechnung deshalb nach der lichten Raumhöhe. Flächen mit geringerer Höhe fließen anteilig oder gar nicht in die anrechenbare Wohnfläche ein.
Wozu lässt sich der Bereich unter der Dachschräge sinnvoll nutzen?
Der Bereich unter der Dachschräge eignet sich vor allem für Möbel und Funktionen mit geringer Höhe: Bett, Sitzecke, Schreibtisch, Regale sowie fest eingebauter Stauraum in der Drempelzone. So bleibt die Fläche mit voller Stehhöhe frei für Verkehrswege. Konkrete Höhenanforderungen für Aufenthaltsräume regeln die Landesbauordnungen, nicht die Wohnflächenverordnung.
Welche Räume plant man typischerweise im Dachgeschoss?
Im Dachgeschoss plant man typischerweise Schlafzimmer, Kinder- und Arbeitszimmer sowie ein Bad unter der Schräge, weil diese Räume mit begrenzter Stehhöhe an den Traufseiten auskommen. Die Zonen mit voller Höhe liegen im First; niedrige Randbereiche nehmen Stauraum auf. Die zulässige Nutzung als Aufenthaltsraum bestimmt die jeweilige Landesbauordnung.
Was ist der Drempel im Dachgeschoss-Grundriss?
Der Drempel, auch Kniestock genannt, ist die niedrige Außenwand, auf der das Dach aufsitzt und die den Beginn der Dachschräge nach oben verschiebt. Ein höherer Drempel vergrößert die Fläche mit ausreichender Stehhöhe im Dachgeschoss. Im Grundriss erkennen Sie ihn an der eingezeichneten Kniestock- oder Schrägenlinie entlang der Außenwände.
Wie erkennt man Dachschrägen im Grundriss?
Dachschrägen erkennt man im Grundriss an einer zusätzlichen Linie parallel zur Außenwand, die den Übergang von der niedrigen Trauf- zur höheren Firstzone markiert. Oft ist die lichte Höhe an dieser Linie vermerkt. Die Fläche zwischen Außenwand und Schrägenlinie hat reduzierte Höhe und wird bei der Wohnflächenberechnung nach WoFlV nur anteilig angerechnet.
Zu wie viel Prozent wird eine Raumhöhe über zwei Meter angerechnet?
Flächen mit einer lichten Raumhöhe über zwei Meter werden nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) zu {{woflv.raeumeUeber2m}} angerechnet. Dieser Bereich zählt damit am stärksten zur anrechenbaren Wohnfläche des Dachgeschosses, weil hier volle Nutzbarkeit für den dauerhaften Aufenthalt gegeben ist. Gemessen wird die lichte Höhe im fertig ausgebauten Zustand.
Wie werden Flächen mit einer Raumhöhe zwischen einem und zwei Metern angerechnet?
Flächen mit einer lichten Raumhöhe zwischen einem und zwei Metern werden nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) zu {{woflv.raeume1bis2m}} angerechnet. Dieser Höhenbereich unter der Dachschräge fließt damit nur anteilig in die Wohnfläche ein. Die genaue Zuordnung ergibt sich aus der tatsächlich gemessenen lichten Höhe entlang der Schräge im Dachgeschoss.
Zählt eine Raumhöhe unter einem Meter zur Wohnfläche?
Flächen mit einer lichten Raumhöhe unter einem Meter werden nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) zu {{woflv.raeumeUnter1m}} angerechnet. Solche sehr niedrigen Randbereiche unter der Dachschräge eignen sich vor allem für Stauraum. Für die anrechenbare Wohnfläche des Dachgeschosses ist dieser Bereich daher von untergeordneter Bedeutung.

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